Am Montag, den 18. Mai 2026, trafen wir uns bereits um 6:30 Uhr an der Bushaltestelle der Overbergschule. Die Vorfreude auf die bevorstehende Studienfahrt war bei allen groß. Um 7:00 Uhr starteten wir schließlich unsere Reise nach Prag. Nach etwa neun Stunden Fahrt und zwei Pausen kamen wir endlich an unserem Ziel an.
Nach dem Check-in im Hotel hatten wir etwas Zeit, die Umgebung zu erkunden und erste Eindrücke von der wunderschönen Stadt zu sammeln. Anschließend trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Auch danach blieb noch etwas Freizeit, die viele nutzten, um durch die Straßen Prags zu schlendern oder den ersten Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.
Am Dienstag begann unser Programm um 9:30 Uhr mit einer Stadtführung durch die Prager Altstadt. Treffpunkt war der berühmte Pulverturm. Während der Führung erfuhren wir viel über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders beeindruckend waren die historischen Gebäude, die engen Gassen und die lebendige Atmosphäre der Altstadt.
Am Nachmittag besuchten wir eine Brauerei und nahmen dort an einer Führung teil. Dabei erfuhren wir interessante Informationen über die Herstellung von Bier und die lange Brautradition Tschechiens. Nach der Führung hatten wir wieder Zeit zur freien Verfügung und konnten die Stadt auf eigene Faust erkunden.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Geschichte. An diesem Tag unternahmen wir eine Exkursion nach Theresienstadt. Der Besuch war sehr informativ und gleichzeitig emotional bewegend. Theresienstadt wurde während der Zeit des Nationalsozialismus als Ghetto und Arbeitslager genutzt. Tausende jüdische Menschen wurden dort unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Viele starben aufgrund von Hunger, Krankheiten oder wurden später in Vernichtungslager deportiert. Während der Führung besichtigten wir verschiedene historische Orte und erhielten einen eindrucksvollen Einblick in das Leid der Menschen, die dort leben mussten. Der Besuch regte zum Nachdenken an und zeigte uns, wie wichtig es ist, die Erinnerung an diese Ereignisse wachzuhalten.
Am Donnerstag nahmen wir an einer Führung durch das jüdische Viertel Prags teil. Dabei besichtiaten wir verschiedene Synagogen und erfuhren viel über die Geschichte und Kultur des jüdischen Lebens in Prag. Anschließend teilte sich die Jahrgangsstufe auf: Ein Teil besuchte das Technische Nationalmuseum, während die anderen das Museum of Senses erkundeten. Beide
Gruppen hatten viel Spaß und konnten interessante Erfahrungen sammeln.
Den letzten Abend in Prag ließen wir gemeinsam bei einer Schiffsfahrt auf der Moldau ausklingen. Während eines Buffets konnten wir die beleuchtete Skyline der Stadt bewundern und die Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren lassen. Die entspannte Atmosphäre machte diesen Abend zu einem besonderen Abschluss unserer Reise.
Am Freitagmorgen machten wir uns gegen 9:15 Uhr auf den Rückweg nach Deutschland. Nach einer langen, aber angenehmen Fahrt kamen wir wieder zu Hause an. Die Studienfahrt nach Prag war für uns alle eine spannende, lehrreiche und abwechslungsreiche Erfahrung. Neben vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen werden uns vor allem die gemeinsamen Erlebnisse und schönen Erinnerungen noch lange in Erinnerung bleiben.
(von Ronja Breer)
