Für uns sind Handys ganz normal und gehören zum Alltag, doch wie war dies zur Zeit von Jesus? Für alle
sechsten Klassen unserer Schule ging es am 22. Mai 2026 in das Bibeldorf Rietberg. Wir sind ungefähr 1
Stunde mit dem Bus gefahren, bis wir schließlich ankam.
Wir sind in ein Haus gegangen, wo früher aber auch heute Nomaden lebten. Nomaden blieben nie an
einem Ort, sie ziehen immer weiter. Ihr Zelt nehmen sie mit und alle Gegenstände darin auch. Das Dach
bestand meistens aus Ziegenhaar, welches kratzig ist, aber vor Regen schützte. Der Boden bestand
meistens aus Sand, da man meistens in der Wüste war. Die Nomaden trugen ein langes Gewand,
welches viel größer und länger war als sie selbst. Dies war nützlich, da sie nachts zum Schlafen das
Gewand, wo es überstand, zu knoteten. Der Kopf war in einer Art Kapuze eingewickelt. Den übrigen Stoff
nutzten sie als Decke. Sie haben das gemacht, weil keinen Insekten bei ihnen Schutz suchen sollten.
Morgens machten sie alles wieder auf und banden sich das lange Gewand hoch, sodass sie gehen
konnten. Die Nomaden freuten sich, wenn Besuch kam. Sie machten alles sauber und wuschen ihren
Gästen die Füße als Zeichen für Gastfreundschaft. Sie durften auch bei ihnen essen und schlafen.
Außerdem waren wir noch beim Mehl mahlen. Der Mehlstein besteht aus zwei Steinplatten, die
übereinander sind. In die Steinplatten kamen zwei Hände Schrot und eine Hand Körner. Auf dem
Mehlstein war ein Stock befestigt mit den haben wir gedreht. Das fertige Mehl landete auf Tüchern die um
den Stein herum lagen. Das Mehl auf den Tüchern würde anschließend gesiebt und kam in ein Behälter.
Übrigens wurde uns erklärt, dass eine Frau um Mehl zu mahlen, was den ganzen Tag ausreichen sollte, 9
Stunden brauchte, um es zu mahlen. Man konnte es nicht aufbewahren, denn sonst hätte es sich mit
Sand vermischt und man hätte es nicht mehr gebrauchen können.
Nachdem Mehl mahlen wurden wir in einem Raum geführt, indem wir Fladenbrot mit etwas Kräuter-Dip
probieren durften. Dabei haben wir gelernt, dass man damals immer ein kleines Stück vom Brot abbrach,
dadurch verbreiten sich keine Viren und Krankheiten. Außerdem bekam jeder noch ein Glas Wasser.
Wir durften auch noch ein Haus, so wie es früher aussah, besichtigen. Die Häuser waren damals sehr
klein, obwohl da eine Familie mit acht Leuten drin lebten. Das ist so wie wenn, du mit deinen Eltern,
Großeltern, Geschwistern und Tanten und Onkel in einem sehr, sehr kleinem Haus wohnen würdest. Die
Tiere leben auch mit im Haus, da sie viel Wärme spenden. Die Vorräte wurden auf eine Art an die Decke
gebunden, damit kleine Nagetiere es nicht so leicht, oder gar nicht stehlen können. Wusstet ihr eigentlich,
dass das Wort Stockwerk aus der Zeit Jesu kommt. Damals wurden nämlich, um eine weitere Etage
bauen zu können, Stöcke nebeneinander gelegt und an der Decke befestigt.
Jeder hat Berufe zufällig zugeteilt bekommen, da man früher nur die Berufe machen durfte, die der Vater
ausgeübt hat. Eine Gruppe hat den Beruf Zimmermann bekommen. Wir machen einen Hammer und
Dübel. Als erstes haben wir ein Stück Stock von einem kleinen Baumstamm abgesägt und ein Loch
reingemacht. Das wird der Kopf des Hammers. Danach haben wir von einem dickeren Ast die Rinde
abgeschnitzt. Das ist der Stiel des Hammers. Wir haben die beiden Teil zusammengesteckt und hatten
einen Hammer. Die Dübel haben wir auch gemacht, indem wir Rechtecke aus Holz auf eine Metallplatte
mit unterschiedlichen Löchergrößen stellten. Mit einem schon fertigen Hammer haben wir die Rechtecke
durch die Löcher geschlagen. Nun sind es fertige Dübel, die aussehen wie Zylinder.
Die Gruppe die den Beruf Sailer bekommen hat musste folgendes machen. Sechs Leute halten jeweils
einen kleinen Stock in der Hand und stehen in einer geraden Reihe nebeneinander. Einer steht ihnen
gegenüber mit einem großen Stock in der Hand. Auf dem großen Stock wird das Seil aufgegewickelt.
Außerdem werden die kleineren Stöcke auch noch mit eingespannt, so dass dann quasi ein Webrahmen
entsteht. Dann werden die einzelnen Seile mit den kleinen Stöcken gedreht, bis sie sich zwirbeln. Danach
werden zwischen den Seilen ein Kreuz aus Holz geschoben. Es werden alle Seile auf den Stock des
kürzesten Seil geschoben. Man dreht nun wieder den großen Stock, so dass er sich alle zu einem großen
Seil hintereinander verzwirbeln. Das Kreuz wird danach rausgezogen und durch die anderen kleinen
Stöcke ersetzt. Wenn sich das Seil genug gedreht hat, werden die Stöcke nach und nach rausgezogen.
Jetzt ist das Seil so gut wie fertig, aber einmal noch mal kräftig dran ziehen ist wichtig, damit das Seil
besser hält.
Ein weiterer Beruf, den wir ausprobieren durften war die Kräuterheilkunde. Alle saßen mit einer Mörser auf
einer Holzbank und wir stampften getrocknete Kräuter und Salz zu einem leckeren Kräutersalz, welches
wir im Anschluss probieren durften. Danach ging die Kräutergruppe noch in den Kräutergarten, indem wir
viele Kräuter sehen und probieren durften. Das Salz durften wir für unsere Klasse mitnehmen. Wir haben
es auch schon alle zusammen gegessen.
Wir sind in ein Raum gegangen wo wir uns eine nachgestellte Ausgraubung angucken konnten. Rechts
konnten wir sehen wie es vorher aussah und links nachher. Dazu würde uns noch etwas erklärt.
Im Anschluss sind wir auf einen großen Platz gegangen, auf diesen mussten wir uns alle auf Kommando gerade in
einer Reihe hinstellen. Das sollten an die römischen Disziplin von damals erinnern. Wir durften ein Kettenhemd halten,
welche viel schwerer ist, als sie aussehen, und haben uns im Anschluss die Rüstung römischer Soldaten angeguckt.
Zum Schluss sind wir noch in die Synagoge gegangen. Das ist wie eine Kirche nur für die Juden. Uns wurde erklärt,
dass Jesus auch Jude war und wie man sich in der Synagoge kleidet. Man setzt sich eine Kippa auf den Kopf, das ist
eine Art Tuch, welches man als Zeichen für das Judentum trägt.
Zurück zur Schule ging es wieder mit dem Bus. Die Fahrt dauert wie die Hinfahrt ungefähr 1 Stunde. Es war ein sehr
schöner Ausflug und alle fünften Klassen können sich schon auf den Ausflug freuen.
Freja, Nina, Sina (6c)